Landwirtschaft 4.0 – ein Besuch beim „Zukunftsbauern“ Hartmut Dittmer

Nein, das hatte so gar nichts von „Bauer sucht Frau“ oder anderen Klischees rund um die Landwirtschaft. Der Landwirt, den wir mit unserer KKE-Gruppe nebst Gästen kürzlich auf seinem Hof besuchen durften – Hartmut Dittmer in Kirchgellersen – passt in keine gängige Schublade und bedient keine Klischees. Als Technik-Begeisterter und Landwirt in einer Person ist es ihm gelungen, seinen Hof technisch up-to-date und wirtschaftlich zu organisieren und zu betreiben, gemeinsam mit seinem Nachbarn, mit dem er Maschinen und Personal gemeinsam nutzt.

Das klappt sehr gut – wir verstehen uns und vertrauen uns. Wir sprechen alles gemeinsam ab und richten uns nach den anstehenden Notwendigkeiten – nicht nach „mein“ und „dein“.

Seine Familie und die Nachbarsfamilie Hövermann stehen nicht nur voll hinter diesem Konzept, sondern sind darin sinnvoll eingebunden. Auch Dittmer junior – Sohn Henrik – teilte schon früh die Begeisterung und die Kompetenz für technische Lösungen.

KKE_beim_Zukunftsbauern
KKE-Gruppe bei Hartmut Dittmer zu Gast

Uns KKE’lern hat Dittmer seinen technischen Leitstand erklärt, von wo aus er alle relevanten Daten abrufen kann und die Einsätze der Maschinen plant und steuert. GPS, Getreidepreise, komplexe Wetterkarten, Planung und Auswertung von Aussaat, Dünger, Pflanzenschutz und Ernte – alle Zahlen akkurat und verfügbar.

Das war für uns Neuland: ein Landwirt, der mit der gleichen Selbstverständlichkeit komplexe Excel-Tabellen und mobile Apps nutzt, wie er auf dem Feld persönlich nach dem Rechten schaut und mit kräftigem Ruck unerwünschte Triebe aus seinem Rübenfeld reisst.

Im „Zweitberuf“ ist Dittmer noch Geschäftsführer einer hochmodernen Biogasanlage, die wir ebenfalls besichtigen konnten. Die Brücke zwischen seinen unterschiedlichen Arbeitsfeldern ist schnell zu erkennen: Technischer Sachverstand, kaufmännische Fähigkeiten sowie Mais und Zuckerrüben, die Dittmer auf seinem Land anbaut. Auch hier alles hoch modern. „Überschüssiges“ Gas aus der Anlage wird nicht direkt verstromt, sondern aufbereitet und ins Gasnetz eingespeist.

Im Herzstück der Biogasanlage: Stromerzeugung
Im Herzstück der Biogasanlage: Stromerzeugung

Nach einem intensiven Nachmittag mit vielen neuen, interessanten Eindrücken setzten wir „Eulen“ die Diskussion mit Familie Dittmer beim anschließenden Abendessen fort. Wir bedanken uns noch einmal ganz herzlich bei Familie Dittmer für die spannenden Einblicke und das „update“ unseres Verständnisses von moderner Landwirtschaft!

Zum Nachlesen empfehlen wir die Multimedia-Reportage der Landeszeitung über den „Zukunftsbauern“!

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