Wasser – magische Anziehung und inspirierende Wirkung

Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, um mit vollen Akkus nach dem Urlaub auch die Teamqualität zu fördern. Wir richten uns aus auf die anstehenden Aufgaben im letzten Jahresdrittel – und das am besten gemeinsam! Der Spätsommer hat noch viele warme Tage und ein outdoor-Teamevent (wie z.B. eine Paddeltour mit „Aufgaben“ fürs Team unterwegs) schweißt zusammen und gibt uns Hinweise, was schon gut miteinander klappt und wo wir optimieren müssen. Neben dem Nutzen für die Zusammenarbeit kann solch ein Outdoor-Event auch ein unvergessliches Erlebnis werden, wenn wir „alle in einem Boot“ erleben – z.B. bei der Kombination von „Workshop“ mit „outdoor-Event.

Auch mit dem KKE sind wir schon gepaddelt, gesegelt, in See gestochen – ein Blick ins KKE-Themenarchiv zeigt die Vielfalt unserer Themen und gemeinsamen Erfahrungen!

Und wer speziell was für sein Team tun möchte, findet hier viele Anregungen bei den ISS-Teamevents!

ISS Anregung fuer Spaetsommer 2016

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War früher alles natürlich … einfacher?

Das passt: Während mir nach einem intensiven Gartenwochenende alle Gelenke und einige fast vergessene Rückenmuskeln noch schmerzhaft melden „wir sind auch noch da!“, habe ich auf Zeit online „Wissen“ einen gut geschriebenen und amüsanten Artikel von Susanne Schäfer gelesen über „Minimalismus: Das einfache Leben – macht uns diese Sehnsucht zu Helden oder Clowns?“ Zitat:

„Wir suchen das einfache Leben – und verheddern uns dabei in Widersprüchen. […] Wenn uns die Sehnsucht nach der Natur überkommt, dann ziehen wir los und bereiten uns gründlich vor. Im Globetrotter-Laden oder bei Jack Wolfskin. Drei Viertel der Deutschen besitzen Outdoorkleidung, der Markt boomt. Allerdings gehen nur etwa zehn Prozent mindestens einmal im Monat wandern. Tendenz sinkend. […] Wer sich entwurzelt fühlt, wühlt in der Erde, pflanzt ein Bäumchen – und fühlt sich selbst geerdet. …“

Darin erkenne ich mich zum Teil wieder: Wenn ich „outdoor“ gehe – also „raus“, zum Beispiel in den Garten – dann bin ich auch passend gekleidet. Alte, mehrfach geflickte Jeans, leicht zerfledderte Lieblingsjacke, matscherprobte Schuhe, Gartenhandschuhe. Von Jack Wolfskin ist allerdings nichts davon, es sieht eher nach second- oder third-hand aus.

Aber das sich-geerdet-Fühlen kann ich gut nachvollziehen. Nach 2 Stunden Unkräut-jäten sehe ich deutlich, was ich geschafft habe. (Leider auch das, was ich noch nicht geschafft habe.) Das ist anders als bei meiner „normalen“ Arbeit – die Entwicklung von Menschen ist eben nicht nach zwei Stunden Coaching schon so deutlich sichtbar wie das frisch-gehackte Erdbeerbeet. Entwurzelt fühle ich mich jedoch nicht. Für mich geht abschalten unter freiem Himmel fast von selbst: Vögel zwitschern (sicher vor Freude, weil die Erdbeeren reif und lecker sind), Bienen summen (ja, es gibt sie bei uns noch!), und nach getaner Arbeit noch ein bisschen in der Sonne sitzen ist wunderschön.

Trotzdem – eine mögliche Erklärung, die Susanne Schäfer in ihrem Artikel nahelegt (weil wir die komplexe Welt nicht mehr „begreifen“, machen wir sie „anfassbar“ im „einfachen Leben“), finde ich spannend. Warum gibt es so einen Boom „zurück zur Natur“, zurück zum einfachen Leben? Für mich ist beides wichtig, ich mag das ursprüngliche, einfache Draußen-sein, pflanze gern Gemüse und Obst an und freue mich über leckeren Salat aus eigenem Garten. Und gleichzeitig mag ich auch neue Technologien, Komplexität, globale Vernetzung. Die richtige Mischung macht’s. (Man könnte das natürlich auch work-life-balance nennen.)

Insofern fühle ich mich – im Sinne des genannten Artikels – weder als Held noch als Clown. Aber als „lustiger-Normal-Mensch*“, der Vielfalt schätzt und Abwechslung liebt. Und gelegentlich, ganz unspektakulär, einfach nur ein paar Stunden Ruhe und ein gutes Buch (aus Papier!) genießt.

*Geht die Gleichung auf? Held – Clown = lustiger Normal-Mensch (LNM) / Held = LNM + Clown / Clown = LNM – Held

Und wie geht es Dir? War früher alles natürlicher, einfacher, besser? Ich freue mich auf Kommentare!