Bin ich ein „Herdentier“?

Jetzt ziehen sie wieder – Wildgänse flüchten vor dem Weihnachtsfest, Singvögel vor der Kälte. Viele Tiere sind gemeinsam unterwegs, ob in den Süden oder als Schwarm im Ozean: Das Kollektiv verspricht Schutz und Orientierung. Auch in sozialen Netzen bilden sich Meinungen und Follower. Und das oft schneller, als z.B. ein Vogelschwarm sich zum gemeinsamen Flug formiert.

Wie steht es um uns? Schwimmen wir zusammen mit dem Strom, laufen wir mit der Gruppe?

Oder sind wir allein unterwegs, vielleicht sogar in eine ganz andere Richtung? Oder wir sind aktuell nicht unterwegs, weil wir genau dort für uns richtig sind, wo wir jetzt stehen (daher das Wort „Standpunkt“!).

Es gibt keine allgemeingültig richtige Antwort auf die Frage, ob wir mit dem „Schwarm“ ziehen sollen. Wichtig ist dagegen, sich diese Frage zu stellen, damit wir nicht automatisch zum „Mitläufer“ werden. Der Mainstream der Meinungen und Bewegungen muss ja nicht automatisch (für uns) passend sein; nur weil viele in die selbe Richtung laufen oder die selbe Meinung unterstützen, muss dies ja nicht richtig sein. Allerdings kann es auch anstrengend werden, die eigene Meinung erstmal zu entwickeln und sich dann auch noch mit Wort und Tat daran zu orientieren. Besonders dann, wenn die Meinungen der „anderen“ (in ihrer Filterblase) davon abweichen. Mir hilft es dann, auf meine innere Stimme zu hören und mich zu fragen: Passt die Richtung zu mir? Zu meinen Werten und Überzeugungen, wofür ich stehe (= Standpunkt)?

Authentisch sein bringt langfristig den Erfolg!